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<title>Satprem</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Satprem</span></h1>
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<p><b>Satprem</b> (* <a href="30._Oktober" title="30. Oktober">30. Oktober</a> <a href="1923" title="1923">1923</a> in <a href="Paris" title="Paris">Paris</a>; † <a href="9._April" title="9. April">9. April</a> <a href="2007" title="2007">2007</a>) war ein französischer <a href="Autor" title="Autor">Autor</a> und bedeutender Schüler von <a href="Mirra_Alfassa" title="Mirra Alfassa">Mirra Alfassa</a>, genannt <i>Die Mutter</i>.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kindheit,_Jugend_und_Wanderjahre"><span id="Kindheit.2C_Jugend_und_Wanderjahre"></span>Kindheit, Jugend und Wanderjahre</h3></div>
<p>Er wurde als Bernard Enginger in <a href="Paris" title="Paris">Paris</a> geboren, stammte jedoch aus der <a href="Bretagne" title="Bretagne">Bretagne</a>, vor deren Küste er in seiner Kindheit und Jugend regelmäßig lange Segelfahrten unternahm. Aufgrund von Widerstandsaktivitäten wurde er mit zwanzig Jahren von der Gestapo verhaftet und verbrachte anderthalb Jahre in deutschen Konzentrationslagern. Körperlich und seelisch zutiefst erschüttert, reiste er nach seiner Befreiung nach <a href="Indien" title="Indien">Indien</a>, um einen Posten in der französischen Kolonialverwaltung in <a href="Puducherry" title="Puducherry">Pondicherry</a> anzutreten. Dort begegnete er <a href="Sri_Aurobindo" class="mw-redirect" title="Sri Aurobindo">Sri Aurobindo</a> und der Mutter.
</p><p>Da er mit seiner Tätigkeit und seinem Leben unzufrieden war, verließ er Indien alsbald und begab sich auf eine Reihe von <a href="Abenteuerreise" title="Abenteuerreise">Abenteuerreisen</a>, die ihn nach <a href="S%C3%BCdamerika" title="Südamerika">Südamerika</a> und <a href="Afrika" title="Afrika">Afrika</a> führten, bevor er 1953 nach Indien zurückkehrte. Im Alter von 30 Jahren stellte er sich in den Dienst der Mutter und wohnte im <a href="Sri_Aurobindo_Ashram" title="Sri Aurobindo Ashram">Sri Aurobindo Ashram</a>. Er gab etwas Unterricht in der Ashram-Schule und redigierte die französischen Texte der von der Mutter herausgegebenen Vierteljahreszeitschrift <i>Bulletin of the Department of Physical Education</i>, die zweisprachig englisch-französisch erschien. Satprem blieb aber ruhelos und glaubte, er könne seine Erfüllung in immer neuen Abenteuern finden. Deshalb brach er wieder auf und unternahm Reisen in den <a href="Demokratische_Republik_Kongo" title="Demokratische Republik Kongo">Kongo</a>, nach <a href="Brasilien" title="Brasilien">Brasilien</a>, <a href="Afghanistan" title="Afghanistan">Afghanistan</a>, in den <a href="Himalaya" title="Himalaya">Himalaya</a>, durch die <a href="W%C3%BCste_Gobi" class="mw-redirect" title="Wüste Gobi">Wüste Gobi</a> und nach <a href="Neuseeland" title="Neuseeland">Neuseeland</a>, bis er schließlich wieder nach Pondicherry zurückkehrte. Am 3. März 1957 gab die Mutter ihm den Namen Satprem mit der Bedeutung „der die Wahrheit liebt“.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
1981 entstand ein Dokumentationsfilm über Satprem – vornehmlich ein Interview über Religion, Moral und die Mutter.
</p><p>Im Jahr 1959 wurde er Schüler eines <a href="Tantra" title="Tantra">tantrischen</a> <a href="Yoga" title="Yoga">Yogi</a>, der auch Oberpriester des großen Tempels von Rameswaram im Süden des Bundesstaats <a href="Tamil_Nadu" title="Tamil Nadu">Tamil Nadu</a> war. Dann wanderte er, geführt von einem anderen Yogi, sechs Monate als <a href="Sannyasin" title="Sannyasin">Sannyasin</a> durch Indien. Seine Erzählung <i>Vom Körper der Erde oder Der Sannyasin</i><sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> gründet auf diese Erfahrungen. Nach jenen Wanderungen kehrte er wieder zum Ashram zurück.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schüler_der_Mutter"><span id="Sch.C3.BCler_der_Mutter"></span>Schüler der Mutter</h3></div>
<p>Satprem wurde von Zeit zu Zeit von der Mutter in ihren Raum eingeladen, um bestimmte Aufgaben in Zusammenhang mit der Herausgabe des Bulletins zu besprechen. Er war von ihr fasziniert und begann Fragen zu stellen, fand es wunderbar, ihr zuzuhören, wenn sie von ihren Erfahrungen berichtete. Bald wurde er sich der Bedeutung dieser Gespräche bewusst und begann sie mit einem Tonbandgerät aufzunehmen. Auf diese Art und Weise entstand <i>Mutters Agenda</i>.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sie umfasste die Themen der literarischen Arbeit, seine eigene Entwicklung und Schulung im <a href="Yoga" title="Yoga">Yoga</a> sowie die Beschreibung der körperlichen Transformation der Mutter. Während dieser Zeit lernte er auch seine zukünftige spirituelle Gefährtin <a href="Sujata_Nahar" title="Sujata Nahar">Sujata Nahar</a> kennen.
</p><p>Unter der Leitung der Mutter schrieb er das Buch <i>Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewusstseins</i><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, welches 1964 erschien und zur populärsten Einführung in den <a href="Integraler_Yoga" title="Integraler Yoga">integralen Yoga</a> wurde. In den Jahren 1972–73 entstand ein weiteres Werk mit dem Titel <i>La Genèse du surhomme</i>, das 1974 erschien.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach dem Tod der Mutter kam es zu einem ernsten Konflikt zwischen Satprem und der Führung des Ashrams. Seine gesamte Korrespondenz mit der Mutter von 1962 bis 1973 wurde beschlagnahmt und er selbst wurde aus dem Ashram verwiesen, woraufhin er sich mit den Tonbandaufnahmen der Agenda nach <a href="Auroville" title="Auroville">Auroville</a> zurückzog.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Zeit_nach_dem_Ashram">Die Zeit nach dem Ashram</h3></div>
<p>Nach dem Tod der Mutter schrieb er die Trilogie <i>Mutter</i><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, in welcher er das Tonbandmaterial erstmals analysierte und kommentierte. In seinem nächsten Werk <i>Das Mental der Zellen</i><sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, das 1980 erschien, fasste er noch einmal wichtige Inhalte der Trilogie zusammen. Zur Veröffentlichung und Verbreitung der Agenda gründete er in Paris das <i>Institut de Recherches Evolutives</i> (Institut für Evolutionsforschung). 1983 beschlossen Satprem und Sujata, sich gänzlich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Sieben Jahre später meldete sich Satprem wieder zurück mit einigen Buchtiteln, in denen er über seine eigenen Erfahrungen, über die Lehren von Sri Aurobindo und der Mutter und über die zukünftige Entwicklung der Menschheit schrieb.
</p><p>Satprem starb am 9. April 2007, seine Gefährtin <a href="Sujata_Nahar" title="Sujata Nahar">Sujata Nahar</a> starb einen Monat später im Alter von 81 Jahren am 4. Mai 2007.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werke">Werke</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Titel_in_deutscher_Sprache">Titel in deutscher Sprache</h3></div>
<ul><li>Satprem: Sri Aurobindo oder das Abenteuer des Bewusstseins ISBN 978-3-89427-717-8</li>
<li>Satprem: Das Mental der Zellen ISBN 978-3-910083-15-8</li>
<li>Satprem: Der kommende Atem ISBN 978-3-85630-031-9</li>
<li>Satprem: Der Aufstand der Erde ISBN 978-3-85630-546-8</li>
<li>Satprem: Evolution II ISBN 978-3-910083-17-2</li>
<li>Satprem: Vom Körper der Erde oder 'Der Sannyasin' ISBN 978-3-931172-00-8</li>
<li>Satprem: Der Mensch hinter dem Menschen ISBN 3-442-11754-2</li>
<li>Satprem: Auf dem Wege zum Übermenschen. Über ein Experiment der Evolution, ISBN 978-3-87041-264-7</li>
<li>Satprem: Der Sonnenweg zum großen Selbst ISBN 978-3-910083-25-7</li>
<li>Satprem: Die Tragödie der Erde ISBN 978-81-85137-55-1</li>
<li>Satprem: Gringo. Ein Märchen über die Evolution ISBN 978-3-910083-24-0</li>
<li>Satprem: Mutter in 3 Bänden ISBN 978-3-89427-718-5</li></ul>
<ul><li>Mutters Agenda 1951–1973, 13 Bände Gesamtausgabe ISBN 978-3-910083-14-1</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Titel_in_französischer_Sprache"><span id="Titel_in_franz.C3.B6sischer_Sprache"></span>Titel in französischer Sprache</h3></div>
<ol><li>- Werke, die Satprem während seines Aufenthaltes im Ashram (mit dem Segen der Mutter) geschrieben hat:
<ul><li>L'Orpailleur (1960)</li>
<li>Le Véda ou La Destinée Humaine (1961)</li>
<li>Sri Aurobindo ou L'Aventure de la Conscience (1964)</li>
<li>Le Grand Sens (1969)</li>
<li>Sri Aurobindo et l'avenir de la Terre</li>
<li>Par le Corps de la Terre ou Le Sannyasin (1974)</li>
<li>La Genèse du Surhomme (1974)</li></ul></li>
<li>- Werke, die Satprem nach der Trennung vom Ashram und dem Tod der <i>Mutter</i> geschrieben hat:
<ul><li>Mère - Une trilogie (1977, <i>1. Le Matérialisme Divin, 2. L'Espèce Nouvelle, 3. La Mutation de la Mort</i>)</li>
<li>Introduction à l'Agenda de Mère (1977)</li>
<li>Gringo (1980)</li>
<li>Sept Jours en Inde avec Satprem - Interview par Towarnicki (1981)</li>
<li>Le Mental des Cellules (1981)</li></ul></li>
<li>- Werke, die Satprems eigene Erfahrungen nachzeichnen:
<ul><li>La Vie sans Mort (1985)</li>
<li>La Révolte de la Terre (1990)</li>
<li>Lettres d'un Insoumis - Correspondance en 2 volumes (1994) couvrant la période 1947–1973</li>
<li>La Tragédie de la Terre - de Sophocle à Sri Aurobindo (1995)</li>
<li>La Clé des Contes (1997)</li>
<li>Néanderthal Regarde (1999)</li>
<li>Une lettre récente de Satprem (1999)</li>
<li>Carnets d'une Apocalypse 1973–1978 (1999)</li>
<li>La Légende de l'Avenir (2000) précédé de „Un Coup de Phare“.</li>
<li>Carnets d'une Apocalypse (suite: 1978–1982) (octobre 2000)</li></ul></li></ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Elfi, Nicole (1998). Satprem, par un fil de lumière: Biographie. Paris: R. Laffont.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Satprem?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Satprem</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external free" href="http://www.ire-miraditi.org/miraditi/sat-suj.html">http://www.ire-miraditi.org/miraditi/sat-suj.html</a> (englisch)</li></ul>
<p><a rel="nofollow" class="external free" href="https://www.youtube.com/watch?v=mH2UZTFBTow">https://www.youtube.com/watch?v=mH2UZTFBTow</a> (deutsch)
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Mutters Agenda Bd. 1, S. 48 und S. 100</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Par le corps de la terre, ou le Sannyasin</i></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>L'Agenda de Mère</i></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Sri Aurobindo ou l'aventure de la conscience</i></span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Dt. Ausg. <i>Der Sonnenweg zum großen Selbst: Der Schlüssel zur bewussten Evolution</i></span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Mère</i></span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Le mental des cellules</i></span>
</li>
</ol>
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